
Die BSW-Fraktion kritisiert die angekündigte Beurlaubung von Regionspräsident Steffen Krach ab März 2026 scharf. Krach verlasse die Region Hannover mitten in wichtigen politischen Prozessen – offenkundig, um längst vorbereitete Karrierepläne in Berlin umzusetzen.
Hierzu erklärt Regionsabgeordnete Jessica Kaußen:
„Steffen Krach hat seinen Wechsel nach Berlin ganz offensichtlich von langer Hand vorbereitet. Nur sechs Wochen nach seiner Beurlaubung will er sich bereits zum Vorsitzenden der SPD Berlin wählen lassen. Wer seine Auftritte in den sozialen Medien verfolgt, sieht dort nur noch Berlin – nicht mehr die Region Hannover und ihre 1,2 Millionen Menschen, für die er eigentlich Verantwortung trägt. Dieses Postengeschachere und dieser Karrierismus zerstören Vertrauen – in politische Ämter, in demokratische Institutionen und in diejenigen, die sie eigentlich verantwortungsvoll ausfüllen sollen.”
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Ulrich Wolf, stv. Vorsitzender der BSW-Fraktion ergänzt: “Es zeugt von mangelnder politischer Bodenhaftung, seine Amtszeit nicht ordentlich zu Ende zu führen. Aus Respekt vor den Wählerinnen und Wählern in der Region Hannover wäre ein frühzeitiger Rücktritt notwendig gewesen, noch vor Verkündung der Karrierepläne in Berlin. Und sollten die Berlinerinnen und Berliner Krach wider Erwarten tatsächlich zum Regierenden Bürgermeister wählen, bleibt die Frage: Wie lange bleibt er dann? Oder steht nach kurzer Zeit schon die nächste Karriereetappe an?”
