
Der massive Zusammenbruch des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in der RegionHannover während des Wintereinbruchs ab dem Abend des 8. Januar 2026 ist aus Sicht der BSW-Fraktion die Folge jahrelanger Fehlentscheidungen, struktureller Mängel und politischer Ignoranz.
„Transdev und Metronom sind wirtschaftlich, personell sowie mit Blick auf Fahrzeuge nachweislich zu schwach aufgestellt. Gleichzeitig befinden sich große Teile der S-Bahn in der Region Hannover, für die die Deutsche Bahn verantwortlich ist, in einem maroden Zustand. Hinzu kommt ein Winterdienst, der in den vergangenen Tagen mehr als ungenügend war“, kritisiert ihr verkehrspolitischer Sprecher Ulrich Wolf.
Die BSW-Fraktion ist der Meinung, dass die aktuellen Vertragsstrukturen genau dieses Versagen begünstigen. Sie fordert deshalb eine grundlegende Änderung für den S-Bahn-Verkehr in der Region Hannover. „Künftig müssen nicht nur die lokalen Tochtergesellschaften wie Metronom oder Transdev, sondern auch die dahinterstehenden Mutterkonzerne für Vertragsstrafen und Leistungsversagen haftbar gemacht werden. Nur so kann verhindert werden, dass Risiken ausgelagert und Verantwortung abgeschoben wird“, so Wolf.
Außerdem sei es „unglaubwürdig, wenn Parteien, die diese Zustände über Jahre mitgetragen oder ignoriert haben, nun Krokodilstränen vergießen und sich über den Zusammenbruch des ÖPNV beklagen“, erklärt Wolf. „Die Probleme sind seit Langem bekannt.“
Bereits in der Vergangenheit hatte die BSW-Fraktion in der Regionsversammlung eine Anhörung zu den Missständen im ÖPNV der Region Hannover beantragt. Dieser Antrag wurde von den anderen Parteien abgelehnt. Die aktuellen Ereignisse „zeigen nun deutlich, wie notwendig diese Aufarbeitung gewesen wäre“, so die BSW-Fraktionsvorsitzende Jessica Kaussen..
