Jessica Kaußen kritisiert fehlende Einbindung privater Betreiber in die Krankenhausstrategie 2030

Jessica Kaußen, äußert scharfe Kritik an der aktuellen Krankenhausstrategie der Region Hannover, insbesondere an der nicht erfolgten Einbeziehung privater Betreiber.

Die jüngsten Entwicklungen, bei denen das evangelische Sozialunternehmen Diakovere umfangreiche Umstrukturierungen in seiner Krankenhauslandschaft bekannt gab, werfen einen Schatten auf die Zukunft der stationären Versorgung in der Region.

„Die Umsetzung der ‚Medizinstrategie 2035‘, die derzeit von Diakovere vorangetrieben wird, erfolgt ohne eine angemessene Berücksichtigung der privaten Betreiber. Es ist unverständlich, dass der private Sektor, der eine wesentliche Rolle in der regionalen Krankenhausversorgung spielt, nicht von Anfang an in die Planung eingebunden wurde. Dies führt zu einer schiefen Entwicklung, die sowohl den Bedarf der Patienten als auch die berufliche Zukunft vieler Mitarbeitender in den Kliniken gefährdet“, erklärt Jessica Kaußen.

Insbesondere die geplante Schließung von Kliniken wie dem Henriettenstift und dem Annastift, die von Diakovere vorgenommen wird, zeigt, wie schnell sich die Landschaft verändert, ohne dass eine ganzheitliche Strategie für die Region verfolgt wird. Die Pläne zum Ausbau des Friederikenstifts und die Schaffung einer Klinik für Langzeiterkrankungen zeigen die Richtung, die das Unternehmen einschlägt. Doch diese Veränderungen geschehen ohne echte Zusammenarbeit mit den anderen Akteuren im Gesundheitswesen, einschließlich der privaten Betreiber.

„In Zeiten, in denen die Krankenhausversorgung durch Grippewellen, wie sie in den letzten Wochen wieder zu beobachten waren, an ihre Grenzen stößt, brauchen wir ein starkes und flexibles Gesundheitssystem, das alle Akteure einbezieht – öffentliche, private und gemeinnützige. Der dramatische Anstieg der Krankheitsfälle durch Influenza und Covid-19 zeigt, wie dringend eine solche integrative Strategie nötig ist“, so Kaußen weiter.

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