Arbeitsmarkt in der Region Hannover sendet Warnsignale – jetzt gegensteuern statt schönreden

Die aktuellen Zahlen zur Entwicklung von Beschäftigung und Arbeitslosigkeit in der Region Hannover zeichnen ein deutlich ernsteres Bild, als es die bloße Betrachtung einzelner Quoten vermuten lässt. Der arbeitspolitische Sprecher der BSW-Fraktion, Ulrich Wolf, fordert deshalb einen Kurswechsel in der regionalen Arbeitsmarktpolitik.

„Auf den ersten Blick scheint sich der Arbeitsmarkt stabil zu halten. Doch wer genauer hinschaut, erkennt strukturelle Probleme und eine schleichende Verschlechterung, die politisches Handeln erfordern“, so Wolf.

Zwar ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten bis 2024 weiter leicht gestiegen, allerdings hat sich das Wachstum in den letzten Jahren deutlich verlangsamt. Gleichzeitig steigt die Arbeitslosigkeit seit 2022 wieder kontinuierlich an – und nähert sich inzwischen dem Niveau von 2014 an. Die Region Hannover liegt dabei weiterhin über den Vergleichswerten von Niedersachsen und dem Bund.

Besonders besorgniserregend ist aus Sicht der BSW-Fraktion die Entwicklung im Bereich der konjunkturbedingten Arbeitslosigkeit:

Seit 2022 ist die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB III – also bei Menschen, die zuvor regulär beschäftigt waren – um über 40 Prozent gestiegen. „Das ist ein klares Warnsignal für eine schwächelnde wirtschaftliche Dynamik und zunehmende Unsicherheit in den Betrieben“, erklärt Wolf. „Hier sehen wir nicht nur individuelle Schicksale, sondern strukturelle Risiken für den regionalen Arbeitsmarkt.“

Gleichzeitig verharrt die Zahl der Langzeitarbeitslosen auf einem hohen Niveau und liegt inzwischen wieder über dem Stand von 2014.

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