
Die Mittel für Integrations- und Sprachförderung werden im Haushaltsjahr 2026 um zusätzlich 250.000 € erhöht.
Die zusätzlichen Mittel sollen prioritär eingesetzt werden für:
- Sprachkursangebote für neu zugewanderte Menschen (Niveau A1–B1),
- Integrationslotsenprogramme und soziale Beratung,
- Unterstützung der Kommunen in der Region Hannover bei der Durchführung niedrigschwelliger Sprachfördermaßnahmen,
Ergänzende Sprachförderung für Kinder und Jugendliche, insbesondere im Übergang Schule/Alltag.
Die Verwaltung wird beauftragt, den zuständigen Ausschuss halbjährlich über Mittelverwendung, Nachfrageentwicklung und Wirksamkeit der Maßnahmen zu berichten.
Begründung:
Die Region Hannover steht weiterhin vor erheblichen Herausforderungen im Bereich Integration, Sprachförderung und gesellschaftlicher Teilhabe. Trotz hoher Anstrengungen sind die vorhandenen Angebote vielerorts ausgelastet oder nicht bedarfsgerecht finanziert. Besonders Kommunen mit erhöhter Zuwanderung melden Engpässe bei Sprachkursen, sozialer Beratung und alltagsnahen Integrationshilfen.
Sprache ist der Schlüssel zur Integration. Sie entscheidet über Bildungszugänge von Kindern, über Arbeitschancen von Erwachsenen und über die soziale Einbindung ganzer Familien. Fehlende Sprachförderung führt dagegen zu Abhängigkeiten, Vulnerabilität, erhöhter sozialer Belastung und langfristig höheren Folgekosten im Sozial-, Bildungs- und Arbeitsmarktbereich.
Gerade in Zeiten steigender sozialer Spannungen ist es unverzichtbar, Integration aktiv zu gestalten statt sie sich selbst zu überlassen. Die BSW-Fraktion hält es daher für notwendig, die vorhandenen Mittel gezielt zu verstärken, um:
-zusätzliche Kurskapazitäten zu schaffen,
-lange Wartelisten abzubauen,
-besonders belastete Kommunen zu unterstützen,
-Kinder und Jugendliche frühzeitig sprachlich zu fördern,
bürgerschaftlich organisierte Integrationsprojekte stabil zu finanzieren.
Die beantragte Aufstockung um 250.000 € ist haushälterisch vertretbar und gesellschaftlich dringend geboten. Sie stellt sicher, dass Integration gelingt, bevor soziale Folgekosten entstehen, und stärkt zugleich den sozialen Zusammenhalt in der gesamten Region Hannover.
