Wohnungsnot ist neue soziale Frage

Ulrich Wolf (BSW): „Die Wohnungsnot ist die soziale Frage unserer Zeit – Region muss endlich handeln“

Die aktuellen Ergebnisse des Wohnkompass 2026 aus der HAZ sind ein deutlicher Weckruf für die Politik in der Region Hannover: Mehr als zwei Drittel der Mieterinnen und Mieter sorgen sich darum, überhaupt noch bezahlbaren Wohnraum in der Region zu finden. Fast 40 Prozent nennen dies sogar ihre größte Sorge.

Dazu erklärt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ulrich Wolf:

„Diese Zahlen dürfen von den Regionsabgeordneten nicht länger ignoriert werden. Wenn bezahlbares Wohnen für die Mehrheit der Menschen zur Existenzfrage wird, dann reden wir nicht mehr über ein Randthema, sondern über sozialen Zusammenhalt in unserer Region.“

In den vergangenen Jahren hat sich die Lage auf dem Wohnungsmarkt nicht spürbar entspannt. Gerade Familien, Alleinerziehende, Rentnerinnen und Rentner sowie Menschen mit mittleren und kleinen Einkommen stünden unter wachsendem Druck.

„Die Menschen erwarten zu Recht, dass die Politik ihre Sorgen ernst nimmt und handelt. Lippenbekenntnisse reichen nicht mehr aus. Die Region Hannover muss den sozialen Wohnungsbau massiv stärken und die kommunalen Wohnungsbaugesellschaften endlich so ausstatten, dass sie ihre Aufgabe erfüllen können.“

Ulrich Wolf fordert deshalb die Regionsversammlung auf, eine Kapitalerhöhung der KSG Hannover mit klaren sozialen Zielvorgaben verbunden in Angriff zu nehmen..

„Wer jetzt bei der Kapitalausstattung der KSG spart, spart an der Zukunft der Menschen in unserer Region. Wir brauchen deutlich mehr dauerhaft gebundene Sozialwohnungen statt immer neuer renditegetriebener Bauprojekte, die sich normale Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer längst nicht mehr leisten können.“

Abschließend appelliert Wolf an alle demokratischen Fraktionen in der Regionsversammlung:

„Die Zahlen des Wohnkompass sind ein klarer Handlungsauftrag. Die Sorgen der Einwohnerinnen und Einwohner müssen endlich Vorrang vor Marktlogik und Investoreninteressen haben. Bezahlbares Wohnen ist ein Grundrecht und keine Ware.“

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